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Tag 0 – Meine Reise nach Afrika

Heute reise ich nach Afrika. Dort bin ich 14 Tage lang gemeinsam mit einem Freund in verschiedenen Nationalparks in Kenia, Tansania und Ruanda unterwegs. Neben meinem Blog hier werde ich in meiner Instagram Story viele kleine Impressionen zeigen. Schaut dort also gerne vorbei.

Fotoequipment

Mein Fotoequipment besteht aus meiner Sony Alpha 7 III mit meinen Portraitlinsen sowie einem Sony 100-400mm mit 1,4x Telekonverter. Dazu genügend Akkus sowie Speicherkarten. Da ich nur ein großes und schweres Stativ besitze habe ich mir für die Reise eine relativ günstige und kompakte Variante bestellt. Das war es auch schon an wesentlicher Fotoausrüstung. Da wir ausschließlich campen und wenig Platz haben, sollte das genügen.

Neben normalem Reisegepäck habe ich mir noch ein einen gemütlichen Inlay-Schlafsack sowie ein komprimierbares Kissen bestellt. Erholsamer Schlaf ist wichtig 🙂

Gerade ist es halb Zwölf. In vier Stunden startet der Flieger. Ich mache mich auf den Weg.

Was ist ein Kennenlernshooting?

Immer wieder werde ich gefragt, was dieses „Kennenlernshooting“ ist und wer da wen eigentlich kennen lernt. Nachdem ich es kurz erkläre, sind die meisten von dem Konzept hellauf begeistert. Deswegen werde ich in diesem Beitrag das ganze einmal genauer erläutern.

Das Kennenlernshooting wird auch Probeshooting oder Engagement Shooting genannt. Das Ziel ist das gleiche: Die Anspannung des Paares vor dem Fotoshooting am Hochzeitstag zu nehmen. Denn die wenigsten stehen gerne vor der Kamera. Selbst den erfahrensten Personen fällt es nicht leicht, Gefühle zu zeigen während man „Beobachtet“ wird.

Aus diesem Grund vereinbare ich mit meinen Hochzeitspaaren ein lockeres Kennenlernshooting. So lernen die Paare meine Arbeitsweise kennen, bekommen hilfreiche Tipps und gewöhnen sich an die Situation. Am Hochzeitstag wird dann kein „Lampenfieber“ mehr entstehen. Und das kommt den Bildern an sich sehr zugute. Gleichzeitig hat das Paar die Möglichkeit die entstandenen Bilder für ihre Einladungskarten oder auch für Tischkarten zu verwenden.

Die Brenizer Methode

Wenn ich ein Bild veröffentliche, das ich mit der Brenizer Methode erstellt habe, kommen immer wieder Rückfragen wie das funktioniert. Deswegen nutze ich hier die Gelegenheit und schreibe darüber.

Allgemeines zur Brenizer Methode

Ihren Namen hat diese Aufnahmemethode von dem amerikanischen Fotografen Ryan Brenizer. Er hat sie zwar nicht erfunden, aber perfektioniert und „marktreif“ gemacht. Der Grundgedanke dieser Technik ist es, aus vielen einzelnen Bildern mit möglichst geringer Schärfentiefe ein großes Gesamtwerk zusammenzusetzen. Sehr ähnlich wie dem Zusammensetzen eines Panoramas.

Beispiel Brenizer Methode

Und hier versteckt sich auch schon das Geheimnis. Anstatt nur wie beim Panorama viele Bilder in der Horizontalen zusammenzusetzen, werden bei der Brenizer Methode auf vertikale Bilder miteinander verschmolzen. So kann man selbst mit einem Tele-Objektiv eine solide Weitwinkelaufnahme erstellen.

Anleitung: Brenizer Methode
  1. Um den stärksten Effekt zu erzielen, nimm eine lange Brennweite mit möglichst großer Offenblende. Ich nehme meist mein 85mm f/1,8.
  2. Auf jeden Fall im manuellen Modus Fotografieren. Die Belichtung darf sich bei der Aufnahme von Bild zu Bild nicht verändern.
  3. Der Weißabgleich sollte ebenfalls nicht „Automatisch“ eingestellt sein.
  4. Fokussiere auf dein Motiv und sorge dafür, dass der Fokus sich nicht mehr verändert. Entweder indem du den Finger nicht vom Auslöser nimmst oder manuell fokussierst. Ich nutze die erste Möglichkeit.
  5. Umso näher du an dein Motiv gehst, umso stärker wird der gesamte Effekt. Umso mehr Bilder musst du jedoch auch schießen, was den Schwierigkeitsgrad in die Höhe treibt.
  6. Schieße Einzelbilder wie oben auf dem Bild gezeigt.

Ich würde in der Mitte bzw. bei dem Motiv anfangen und zuletzt die Randbereiche fotografieren. Achte darauf, dass sich die einzelnen Bildausschnitte überschneiden. Diese Überschneidungen brauchen wir später, um das Bild fehlerfrei zusammen setzen zu können. Achte auch darauf, dass du den Standpunkt der Kamera nicht veränderst, denn dadurch verändert sich die Perspektive, die zu unschönen Fehlern führen kann.

Sind alle Bilder im Kasten, geht es an das Zusammenbauen. Das ist meist kein großes Problem. Photoshop und Lightroom beherrschen dies mittlerweile in Perfektion. Ich bevorzuge dabei jedoch Lightroom, da es mir aus RAW-Bildern ebenso ein RAW-Panorama generiert, bei dem mir alle Möglichkeiten der Bearbeitung erhalten bleiben. Markiere dazu deine Aufnahmen, die kombiniert werden sollen, und drücke STRG+M bzw. CRTL+M. Lightroom sollte nun, wenn du alles richtig gemacht hast, ein sauberes Bild im Brenizer Stil erstellen.

Bedenke, dass diese zusammengesetzten Bilder extrem groß werden können. Mein Beispielbild hat am Ende eine Auflösung von 73 Megapixel.

Ein weiteres Bild, das ich mit dieser Methode erstellt habe, hat es sogar auf die Photokina 2016 geschafft: Hier liegt der Fokus in der Ferne und wir sehen einen beeindruckenden Schärfeverlauf auf den Bänken. Das Bild besteht aus 32 Einzelbildern und hat eine Auflösung von 250 Megapixel.

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